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Wer kennt's nicht...
Erwartungen an dich selbst sind gefährlich.
Welcome back Buddyyy ❤️
Heute schauen uns die Gefahr von Erwartungen an sich selbst an.
Doch bevor wir loslegen. Ich war überrascht über das Feedback meiner letzten Eunoia News. Zum ersten Mal schrieb ich rein aus meiner eigenen Erfahrung, ohne andere Quellen als Inspiration zu nutzen.
Da Newsletter schreiben etwas Neues ist, taste ich mich Woche zu Woche an neue Themen und Herangehensweisen.
So nutzte ich oftmals Content von Büchern, YouTube-Videos oder Podcasts, um dir bestmöglichen Mehrwert zu liefern.
Doch etwas ist mir dabei untergegangen…
Es waren nicht immer meine persönlichen Learnings oder Empfehlungen. Die Themen selbst faszinierten mich, was aber nicht bedeutet, dass ich sie selbst zu 100% lebe.
Heute wird die gleiche Herangehensweise wie von letzter Woche angewendet.
Ich möchte ehrlich mit dir sein. Es braucht Überwindung, diesen Schritt zu gehen, aber ich denke, dass ich damit besseren Mehrwert liefern kann.
Letzte Woche habe ich über Struktur und Freiheit geschrieben. Ich konnte erkennen, dass eine Struktur für Ordnung und Stabilität sorgt.
Z. B. kreiert ein Job eine Struktur für deinen Alltag. Darüber hinaus kannst du deine zusätzlichen Aktivitäten planen.
Die Voraussetzung für eine Struktur ist, ein Ziel zu haben, denn ohne Ziel benötigt man schlussendlich keine Struktur, oder?
Ein Ziel kann motivieren, aber auch einschüchtern. Zusätzlich passiert es schnell, dass Erwartungen unbewusst oder bewusst entstehen.
Über diese Erwartungen möchte ich heute schreiben, weil sie mir die letzten 2–3 Wochen stark an Energie und Motivation geraubt haben.
Erwartungen an sich selbst
Wie die meisten wissen, bin ich aktuell am Reisen und baue parallel meine Selbstständigkeit auf. Nach ein paar Monaten musste ich mir eingestehen, dass ich nicht den Fortschritt mache, welcher ich erwartete.
Ich war enttäuscht von mir selbst.
Durch meine Erwartung entstand ein Konflikt zwischen meiner jetzigen Situation und meiner Wunsch-Situation (Erwartung).
Ich wollte es nicht wahrhaben, dass ich nicht da angekommen bin, wo ich sein wollte. Mein ganzes Leben fühlte sich innert kürzester Zeit sehr schwer an.
Kein angenehmes Gefühl.
Dieses Phänomen lässt sich in drei Schritten erklären:
Persönliche Erwartungen nicht zu erfüllen, kreiert negative Emotionen:
Frustration
Enttäuschung
Stress
Durch diese Emotionen verändern sich die Gedanken:
Alles oder nichts Denken
Katastrophisieren
Verallgemeinern
Durch diese Emotionen veränderte sich auch das Verhalten:
Perfektionismus
Prokrastination
Isolation
Ähnlich ist es mir ergangen.
Was nun?
Ich dachte mir, als Mental Coach sollte ich doch das Wissen und Tools besitzen, um mich aus dieser Situation zu bringen.
Nach einigen Tagen fing ich an, mich selbst zu verurteilen, weil es nicht besser wurde. Doch einen Aha-Moment später wurde mir eine wichtige Sache klar.
Wenn ich einem meiner Kunden bei ihrer mentalen Blockade helfe, ist es immer notwendig, die Ausgangslage neutral zu betrachten.
Dadurch kann ich die besten Empfehlungen aussprechen oder Tools mit an die Hand geben.
Bei meiner eigenen Schwierigkeit habe ich meine Ausgangslage nicht neutral betrachtet, sondern liess mich von meinen (negativen) Emotionen leiten.
Was war jetzt die Lösung?
Es war einfacher als gedacht. Ein Freund hat mich gefragt: „Aaron, was würdest du deinem Kunden raten, wenn er in deiner Situation steckt?“
Dann wurde es mir klar, es bleibt nichts anderes übrig, als die Situation in erster Linie zu akzeptieren und Schritt für Schritt das Beste daraus zu machen.
Es klingt so banal und doch ist es so kraftvoll.
Die Lösung
Schritt 1: Neutrale Ausgangslage schaffen
Um aus einer solchen Situation zu kommen, muss die Ausgangslage neutral betrachtet werden.
Was ist das Problem?
Welche Faktoren spielen dabei eine Rolle?
Welche Faktoren davon liegen in meiner Macht?
Diese Fragen schaffen eine Basis, um neue Entscheidungen zu treffen und somit die Situation positiv zu beeinflussen.
Schritt 2: Lösungsfindung
Anstatt im Problem gefangen zu bleiben, wechsle die Perspektive in die Lösungsfindung.
Was ist das aktuelle Ziel?
Welche kleineren Schritte führen dich dorthin?
Was hat die grösste Wichtigkeit?
Klarheit über die Möglichkeiten kombiniert mit einer Priorisierung vereinfacht den Start und weckt den Glauben an sich selbst.
Schritt 3: Umsetzung
Um eine Veränderung zu ermöglichen, musst du aktiv werden.
Erstelle einen Handlungsplan, welcher einhaltbar ist.
Beginne heute.
Diese drei Schritte haben mir geholfen, wieder aus dieser Situation zu kommen und ich hoffe, dass sie dir in einer ähnlichen Situation genauso weiterhelfen.
Über ein ehrliches Feedback, wie du diese Art von Newsletter findest, freue ich mich und möchte mich im Voraus bei dir bedanken.
Es braucht Mut, seine eigenen Schwächen zu zeigen, aber ich denke, dass genau dadurch unrealen Erwartungen an sich selbst reduziert werden können.
Mut zur Ehrlichkeit.
Mut sich selbst zu sein.
Mut die Höhen und Tiefen des Lebens zu erfahren.
Wenn du diese Zeile liest, bedanke ich mich von Herzen für deine Aufmerksamkeit.
Du bist einzigartig, genauso wie du bist.
much love,
Aaron